Österreich sperrt auf - Super-Dienstag: Lange Warteschlangen vor den Baumärkten


Heute beginnt ein neues Kapitel der Corona-Krise. Nach einem ganzen Monat „Shutdown“ darf jetzt ... in Großteil der heimischen Geschäfte – rund 14.300 – wieder aufsperren. Für viele fühlt es sich wie eine Befreiung an. Wie der Lokalaugenschein von oe24.TV zeigt, stellen sich bereits Dutzende vor der Öffnung der Geschäfte an. Vor der Obi-Filiale in der Triester Straße in Wien bildete sich bereits am frühen Morgen eine riesige Warteschlange.

In diesen Shops gilt strenge Masken- und Abstands-Pflicht. Bei Obi kontrolliert eine Security-Firma die Eingänge, um die Anzahl der Kunden zu limitieren – pro Person müssen 20 Quadratmeter zur Verfügung stehen. Dazu wurden am Montag Kontroll-Korridore aufgestellt, um den Ansturm zu bewältigen. Bei Hornbach gibt es die Pflicht, einen Einkaufswagen zu nehmen. Diese sind nur begrenzt verfügbar. Händler, die mehr Kunden hineinlassen, müssen mit bis zu 3.600 Euro Strafe rechnen.

Auch die Öffnungszeiten sind vorgegeben: Frühestes Aufsperren um 7.40 Uhr, Kassaschluss muss spätestens um 19.00 Uhr sein.

Viele Händler bleiben dennoch verärgert. XXXLutz-Chef Thomas Saliger: „Die Bevorzugung ist unverständlich.“ Ihn stört, dass Baumärkte, die zum Teil die gleichen Produkte führen – etwa Badezimmer und Gartenmöbel –, jetzt öffnen, während seine Geschäfte geschlossen bleiben müssen.

Der „Corona-Schock“ brachte dem Handel enorme Verluste. Die Unternehmen verloren im Shutdown insgesamt 6,7 Milliarden Euro, so eine Berechnung der Agenda Austria. Davon können nur 1,7 Milliarden nachgeholt werden. „So kann der Kauf einer Waschmaschine zwar einige Wochen später erfolgen, es wird sich aber niemand die Haare zweimal schneiden lassen“, sagt Monika Köppl-Turyna, Expertin der Agenda Austria.



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Veröffentlicht: 2020-04-14 09:12:47Aufrufe:


Quelle: www.oe24.at
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