Zehn Euro extra: Erste Friseurin kassiert Corona-Gebühr!



Der Auflagenkatalog vom Freistaat hat sechs Seiten. Nur wenn jeder Punkt erfüllt wird, dürfen Sachsens Friseure am Montag wieder öffnen. Jetzt erhebt der erste Leipziger Salon eine Hygiene-Pauschale und legt so den Aufwand auf die Kunden um: zehn Euro zusätzlich pro Frisur.

„Die Auflagen sind hoch, die Umbauten sehr aufwänding und teuer“, sagt sie. Ihr ist wichtig, dass die Kunden das wissen. „Mit diesen 10 Euro bereichern wir uns nicht. Wir haben einfach keine andere Chance.“

22 000 Euro Kredit mussten sie und ihre Geschäftspartnerin wegen der Corona-Krise bereits aufnehmen. Eine Anlage für die Durchlüftung des Geschäfts musste eingebaut, Stellwände zwischen den Haarwasch-Stationen aufgebaut werden.

Dazu kommen die große Scheibe vor der Kasse, Einwegumhänge und 45 wiederverwendbare Schutzmasken für die 15 Angestellten. Köhler-Scholz: „30 Prozent Preiserhöhung wären eigentlich realistisch. Doch das können wir unseren Kunden nicht antun. Deshalb halten wir die 10-Euro-Pauschale für eine gute Lösung.“

Wir brauchen sie, doch sie dürfen wegen Corona nicht arbeiten. Alle Salons sind dicht. Wie helfen Sie sich jetzt? Und obwohl sie schon wieder Aufträge über Wochen hat, wird es schwere Verdienstausfälle geben. Weil statt elf Plätzen nur sechs belegt werden dürfen, statt 60 höchstens 40 Kunden kommen können. Denn: „Zwischen den Kunden brauchen wir Zeit zum Desinfizieren.“


Meldung vom: 2020-04-30 12:06:09Aufrufe: 402


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Quelle: www.bild.de